Der Informationsabend der Sekundarschulgemeinde Hüttwilen, der in Uesslingen-Buch stattfand, wartete mit vielen Informationen für die Teilnehmer auf, wobei es den Vortragenden gelang, den Anlass sehr kurzweilig zu gestalten. Der Abend begann mit dem Auftritt von 10 Schülerinnen der 3. Klasse sowie mit der Schülerband «Golden Roses», die unter der Leitung der beiden Fachlehrer Stefan Leiprecht und Daniela Link, welche die Sängerinnen am Piano begleiteten, sehr gekonnt mehrstimmige Songs vortrugen.

LuftbildTurnhalle

 

Danach begrüsste Schulpräsident Fredi Himmelberger die Gäste und bedankte sich bei der Primarschulgemeinde Uesslingen-Buch, welche der Sekundarschule in diesem Jahr für den Informationsabend Gastrecht gewährte. Er erklärte, dass es der Schule ein Anliegen ist, die Informationsabende künftig abwechselnd in verschiedenen Gemeinden und Ortsteilen der Schulgemeinde durchzuführen.

Schulleiter Marcello Indino wies in seinen Ausführungen zum Schulalltag darauf hin, dass weiterhin die Einführung des neuen Lehrplanes Volksschule Thurgau im Fokus steht. Im kommenden Schuljahr wird das Kollegium dazu verschiedene Weiterbildungen, speziell in Bezug auf die zwei neuen Fächer Medien und Informatik sowie Ethik, Religionen, Gemeinschaft, besuchen. Auch steht die Revision des Eintritts- und Übertrittsreglements an, das den neuen Weisungen des Amtes für Volksschule Rechnung tragen soll.

Prisca Straub, die für die Finanzen verantwortlich ist, führte anschliessend das Publikum fachkundig und detailliert durch das Budget 2019, welches einen zentralen Platz an diesem Abend einnahm. Derzeit erreichen die Schülerzahlen mit 134 einen historischen Tiefststand. Es ist absehbar, dass sich die Zahlen in den kommenden Jahren durch geburtenstarke Jahrgänge markant erhöhen werden. Aufgrund der anhaltend starken Steuerkraft übertrifft der budgetierte Aufwand/Ertrag zum ersten Mal in der Geschichte der Schule die Grenze von 5 Millionen Franken, wobei 2019 ein marginales Defizit von 6'400 Franken budgetiert ist. Dabei beträgt der Beitrag an den kantonalen Finanzausgleich mit 1'250'000 Franken 1/4 des Gesamtaufwandes beziehungsweise 8 Steuerprozente. Die Schulbehörde beantragt, dass der Steuerfuss unverändert bei 36% verbleiben soll. Indessen ist dieser aufgrund des soliden Eigenkapitals auf dem Radar der Schulbehörde und wird spätestens nach der Fertigstellung der Sporthalle und Gewissheit bei den Auswirkungen des neuen Beitragsgesetzes (die beitragsleistenden Schulgemeinden sollten entlastet werden) überprüft.

Zu der sich momentan im Bau befindlichen Turnhalle «Burgweg» in Hüttwilen zeigte der Präsident der Baukommission, Martin Hübscher, verschiedene Fotos und eine Filmsequenz über den Baufortschritt. Er erinnerte in seinen Ausführungen noch einmal an den nervenaufreibenden Zeitverlust infolge eines Rechtsmittelverfahrens im Zusammenhang mit der Vergabe der Baumeisterarbeiten. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde schliesslich ab und die Arbeiten konnten mit einer Verzögerung von einem halben Jahr beginnen. Es ist der Sache nicht dienlich, wenn im Vergaberecht schon aus Prinzip Rechtsmittel ergriffen werden. Auf der Baustelle werden in den kommenden Tagen die Holzbauarbeiten beginnen und die Gebäudehülle mit Fenstern sollte noch vor Ende Jahr stehen. Im Frühjahr 2019 wird dann die Einweihung der knapp sieben Millionen teuren Doppelsporthalle, die mit Erdwärme geheizt werden soll, stattfinden.

Fredi Himmelberger erinnerte in den «10 Minuten des Präsidenten» daran, wie wichtig eine moderne Schule und eine gute Infrastruktur für die Schülerinnen und Schüler sind, welche im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen. Sie sollen bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft oder weiterführende Schule vorbereitet werden. Besonders wichtig ist dabei ein enger Kontakt zum lokalen Gewerbe für die Auswahl junger Talente. Zukunftsweisend ist auch ein Projekt, das im kommenden Jahr anlaufen soll. Bei diesen werden iPads als Hauptarbeitsinstrument der Schülerinnen und Schüler getestet. Das ist bloss dank einem positiven Engagement des Lehrkörpers möglich. Schliesslich wies Fredi Himmelberger auf die laufende Revision des Beitragsgesetzes hin, welches eine Entlastung der zahlenden Schulgemeinden vorsieht. Unklar ist derzeit noch, wie die Beiträge berechnet werden sollen. Während Kanton und politische Gemeinden gern auf die Anzahl Einwohner abstellen würden, favorisieren die Schulgemeinden die Anzahl Schülerinnen und Schüler – wie bisher. Vorgesehen ist, dass das neue Gesetz 2020 in Kraft tritt. Es wird einen massiven Einfluss auf die Finanzen der Schulgemeinden im Kanton haben. Abschliessend wies Fredi Himmelberger darauf hin, dass sich durch den Wegzug von Kurt Sprenger eine Vakanz in der Behörde ergibt, wobei das Ressort Schulentwicklung neu zu besetzen ist. Die Behörde wird bis Mitte Dezember nach einer geeigneten Person als Nachfolger suchen, wobei Vorschläge höchst willkommen sind. Der nächste Informationsabend wird am 18.11.2019 stattfinden.